Künstler 2010 – Alphabet

Christiane Hommelsheim

Christiane Hommelsheim (*1970 Göppingen) ist Stimmperformerin, Schauspielerin und Videogestalterin. In ihren Performances konzentriert sie sich auf den Lautcharakter der Stimme und ihre verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten. Sie arbeitet mit Liveloops, Improvisation und Komposition. Angeregt durch intensives Stimmtraining im Roy Hart Center (Malerargues, Frankreich) und am Institute for living voice (u.a. bei David Moss) entwickelte sie ihre Fähigkeiten in Richtung „extended vocal technique“.2008 war sie Assistentin und Co-performerin von David Moss in "Living voice - Osnabrück singt".Neben einem Stipendium im Künstlerhaus Lukas der Stiftung Kulturfond 1998 erhielt sie 2004 den Förderpreis der HBK Saar für die gemeinsame Arbeit mit Walli Höfinger.
Performances (Auswahl):schwere-los + „bodyscripts-bild 1, Stimmperformerin in der Performance von Walli Höfinger, 2002.dual.bodies, Stimmperformerin in der Tanzperformance von Walli Höfinger und Ingo Reulecke, 2003.Behind every face, Solo Performance in Zusammenarbeit mit Judi  Wilson, 2003.You can count on me, Soloperformance mit Unterstützung von Margret Cameron, 2007.The Runner, Choreographie Deborah Hay, Soloperformance, 2009.

Diana Kitzinski

Diana Kitzinski (*1977  Oppeln, Polen ) lebt in Berlin. Sie ist eine der wenigen Innenarchitektinnen, die sich mit Klang und Akustik beschäftigen. Bereits während ihres Studiums an der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur forschte sie an akustischen Materialien. Für die Zeche Zollverein in Essen entwarf sie einen Kammermusiksaal für Neue Musik. 2007 bis 2008 arbeitete sie in dem Szenographie Büro ´Atelier Brückner´ in Stuttgart und war an der Entwicklung von verschiedenen Klangprojekten beteiligt.In ihren Projekten erschafft sie eine Verbindung von Raum- und Klangkunst, sie bedient sich dabei Erkenntnissen aus der Stadtforschung. Aktuell nimmt sie mit dem Labor ´auditive-architektur´ an der Erforschung und Gestaltung der Klangumwelt des ´Ernst-Reuter-Platzes´ teil. 2009 lernte sie während des Berliner „Operare“- workshops  die Programmiererin Brigitte Krämer kennen, woraus sich eine interdisziplinäre Kooperation von Klang und Architektur ergab. Mit dem Projekt „Alphabet“ erreichte sie 2009 den dritten Platz des Berliner „Operare“ – Wettbewerbs zusammen mit Irene Mattioli und Christiane Hommelsheim.

Projekte (Auswahl):

Entwurf des Kammermusiksaals für Neue Musik für die Zeche Zollverein in Essen, 2006.Entwurf eines temporären Pavillons für Zeitgenössische Musik, „Ohrenstrandmobil“, 2009.Entwicklung einer Rauminstallation „Klangliege“ im Rahmen von audio-architektur.de, 2010.

Irene Mattioli

Irene Mattioli (*1976 Rom, Italien) lebt als Regisseurin in Zürich. Nachdem sie an der Accademia Nazionale „Silvio D’Amico“ in Rom ein Regiestudium absolviert hatte, kam sie 2004 als Stipendiatin nach Berlin, wo sie an der Universität der Künste im Studiengang Schauspiel aktiv war. Als Begründerin des Ensembles Bagatelle N°5 setzte sie sich in ihren Inszenierungen mit Autoren wie Ingeborg Bachmann und Jean Cocteau auseinander. Projekte wie „Working for Paradise“, ein Workshop im Rahmen des Napoli Teatro Festivals Italia, unterstreichen die Vielfältigkeit und Spannbreite von Mattiolis noch junger Karriere. Ihr spezieller Bezug zum Medium Musik zeigt sich insbesondere in ihrer theatralisch-musikalischen Inszenierung des Romans Malina von Ingeborg Bachmann.
Regiearbeiten (Auswahl):
Le voce umana. (Die menschliche Stimme) von Jean Cocteau im Areal 28, Berlin, 2006.
Ein Tag wird kommen. monologische Stückfassung des Romans Malina von Ingeborg Bachmann im Wunschtheater des Stadttheaters Hildesheim, 2006.
Die bitteren Tränen der Petra von Kant, von Rainer Werner Fassbinder in der Brotfabrik Berlin, 2007.
Sonst sagt niemand etwas. Theatralisch-musikalische Bearbeitung nach Ingeborg Bachmanns „Malina“ in der Theaterkapelle Berlin, 2008.

Inger Christensen im ZVAB