Publikationen

Anthologie der Wettbewerbstexte zum 27. open mike

»Für Literaturliebhaber dürfte der open-mike-Wettbewerb einer der schönsten Termine des Jahres sein – hier lässt sich bereits ein Blick auf die werfen, von denen in den nächsten Jahren mit großer Wahrscheinlichkeit noch einiges gelesen wird.« Berliner Zeitung

22 junge Autorinnen und Autoren lesen vom 8. bis 10. November 2019 im Heimathafen Neukölln in Berlin um den Gewinn des open mike - Wettbewerb für junge Literatur. Ihre Texte wurden aus knapp 600 Einsendungen ausgewählt. Von den Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind 15 für Prosa und 7 für Lyrik nominiert.

Die Nominierten:

Lyrik: Hannah Bründl (Wien/A), Carla Hegerl (Leipzig/D), Lasse Jürgensen (Berlin/D), Friedrich Stockmeier (Heidelberg/D), Clara Heinrich (Berlin/D), Manon Hopf, (München/D), Elisa Weinkötz (Berlin/D)

Prosa: Sina Ahlers (Berlin/D), Sebastian Behr (Leipzig/D), Annina Haab (Basel/CH), Lisa Krusche (Braunschweig/D), Sarah Kuratle (Wien/A), Nora Lassahn (Berlin/D), Simon Liening (Köln/D), Katrin Pitz (Darmstadt/D), Laetizia Praiss (Dresden/D), Nadine Sieger (Leipzig/D), Fiona Sironic (Wien/A), Alexandra Stahl (Berlin/D), Mascha Unterlehberg (Ludwigsburg/D), Angie Volk (Berlin/D), Zarah Weiss (Wien/A)

Der Band versammelt alle Wettbewerbstexte.

Sergio Raimondi: Probleme beim Schreiben einer Ode an den Pazifischen Ozean

Sergio Raimondi zählt zu den Erneuerern der argentinischen Lyrik. Sein Werk tritt in den Dialog mit den ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Wirklichkeiten, die seine Heimat prägen. In seiner Rede zur Poesie geht er auf globale Fragestellungen und deren Auswirkungen auf das Schreiben ein. Er zeigt, dass die gegenwärtige Spannung zwischen dem Trend zur Globalisierung und dem Trend zum Protektionismus nicht nur ein Zeichen einer Übergangsphase der Gegenwart ist. Dieses politische und ökonomische Problem ist gleichzeitig ein Problem der Poetik. Oder sind wir wirklich bereit zu glauben, dass Poesie von den Rohstoffpreisen, Kapitalflüssen und geopolitischen Strategien unberührt bleibt?

Die Berliner Rede zur Poesie 2019 wurde am 16. Juni 2019 gehalten.

Deutsch/Spanisch. Aus dem Spanischen von Timo Berger

Reihe: Berliner Rede zur Poesie (hg. von Matthias Kniep und Thomas Wohlfahrt); Bd. 4

€ 13,90 (D) | € 14,30 (A)

Freily ausgefranst. Translingual Poetics

Christian Hawkey / Uljana Wolf (Hg.):  Freily ausgefranst. Translingual Poetics
Mit Texten von Don Mee Choi, LaTasha N. Nevada Diggs, Johannes Göransson, Sawako Nakayasu und Urayoán Noel
Übersetzungen von Ann Cotten, Léonce W. Lupette, Daniela Seel, Charlotte Thießen und Uljana Wolf

Bild: Angelika Arendt, Karte der Welt

54 Seiten, Broschur
Grafik: Angelika Arendt, Karte der Welt 2
Lektorat: Felix Schiller und Uljana Wolf
hochroth Berlin 2019
ISBN 978-3-903182-43-1
€ 8,-

Ein Projekt des Hauses für Poesie und des hochroth Verlags zum Dichterabend #6 beim 20. poesiefestival berlin am 17. Juni 2019.

Mit freundlicher Unterstützung durch Villa Aurora & Thomas Mann House e.V., das Berliner Künstlerprogramm des DAAD und die Schwedische Botschaft Berlin.

VERSschmuggel / Překladiště – Poesie aus Tschechien und Deutschland

Herausgeber: Alexander Gumz, Jonáš Hájek, Thomas Wohlfahrt

Verlag Das Wunderhorn, zweisprachig tschechisch-deutsch, 240 Seiten, Broschur, Erscheinungsjahr: 2019 | ISBN: 978-3-88423-607-9, 19,80 EUR

Mit Gedichten von Milan Děžinský und Steffen Popp, Božena Správcová und Birgit Kreipe, Jan Škrob und Tom Bresemann, Marie Šťastná und Carl-Christian Elze, Pavel Kolmačka und Nadja Küchenmeister, Pavel Novotný und Léonce W. Lupette.

Tschechien liegt nahe: Mit dem Rennrad braucht man für die 320 km zwischen Berlin und Prag nur gut drei Tage. Drei Tage dauerte auch die Übersetzungswerkstatt VERSschmuggel, zu der sich beim poesiefestival berlin im Sommer 2018 sechs tschechische und sechs deutsche Dichter*innen trafen.

Berliner Rede zur Poesie von John Burnside: Wo die Exekutive ihre Finger einzieht?

John Burnside: »Wo die Exekutive ihre Finger einzieht«?/»Where executives would never want to tamper«? Wie die Poesie im Zeitalter des Kultur-Totalitarismus überdauert/How poetry survives in an age of cultural totalitarianism

Deutsch/Englisch. Aus dem Englischen von Iain Galbraith

Hg.: Matthias Kniep, Thomas Wohlfahrt, Wallstein Verlag, Reihe: Berliner Rede zur Poesie; Jahrgang 2017; 80 S., geb., 12,3 x 21,0, ISBN: 978-3-8353-3063-4 (2017), € 13,90 (D) | € 14,30 (A)

Seit dem Herbst 2016 gibt es in Deutschland ein Haus für Poesie. Diesen Namen hat sich die Literaturwerkstatt Berlin gegeben. Die Umbenennung wurde im Berliner Rathaus gefeiert, und Oswald Egger hielt die erste vielbeachtete »Berliner Rede zur Poesie«, die im Wallstein Verlag eine neue Reihe begründet. Am 18. Juni 2017 wird die Berliner Rede zur Poesie erstmals im Rahmen des poesiefestivals berlin gehalten werden, von dem international mit den höchsten literarischen Auszeichnungen gewürdigten schottischen Autor John Burnside, einem »Erzähler von Weltrang und einem eminenten Lyriker« (Tobias Döring, FAZ).

Burnside zeigt in seinem Vortrag, ausgehend von einem Gedicht W. H. Audens, wie die Poesie überlebt und uns im gleichen Atemzug an unsere animalischen und imaginativen Kräfte erinnert, an die Kreatürlichkeit, die wir mit allen anderen lebenden Wesen teilen, sowie an eine ökologische Vision, die uns ermöglicht, neue Formen des Widerstands gegen die Macht der Manager zu entdecken und erfinden.

Berliner Rede zur Poesie von Elke Erb: Das Gedicht ist, was es tut

Elke Erb: »Das Gedicht ist, was es tut«/»A poem is what it does«

Deutsch/Englisch. Übersetzt aus dem Deutschen ins Englische von Shane Anderson

Hg.: Matthias Kniep, Thomas Wohlfahrt, Wallstein Verlag, Reihe: Berliner Rede zur Poesie; Jahrgang 2018; 88 S., geb., 12,3 x 21,0, ISBN: 978-3-8353-3261-4 (2018), € 13,90 (D) | € 14,30 (A)

Ich habe vor, meine Poetologie darzustellen aus Tagebuch-Notizen der letzten Jahre. Sie zeigen, wie ich über das Schreiben nachgedacht habe. Da ging es nicht um öffentliche Wirkung, sondern nur um das Schreiben.

Am Anfang stand: Ich muss meine Voraussetzungen ändern, jene, die den allgemeinen, denen der anderen Menschen, gleichen, geprägt von der Schule, dann, so oder so, von den Parolen der Partei: die Partei, die Partei, die hat immer recht, dieses »Hirn der Klasse«.

Aus den Tagebuch-Notizen wurden Gedichte, die das »Hirn der Klasse« überholten.

Ich weiß noch, dass ich in der ersten Zeit immer dachte: »Es geht doch, geht doch!« Da war ich aber schon auf dem realen poetologischen Weg, abgekehrt von den Verfehlungen der Politik.

»Das Gedicht ist, was es tut.« Es ist selbständig und real, keine leere, unselbstständige Phraseologie, der viele Menschen ausgesetzt und auch viele gefolgt waren. Es ist ja gleich, welchen Verkündungen. Hat das Christentum die vorgegebenen Ideale gesellschaftlich verwirklicht?

Ich galt lange als unverständlich, das hat sich geändert, als es aus war mit den hohlen Phrasen. Lange her. So kam ich weiter mit den Gedichten.«

VERSschmuggel Iran – Poesie aus dem Iran und Deutschland

Herausgeber: Aurélie Maurin , Thomas Wohlfahrt

Verlag Das Wunderhorn, zweisprachig persisch-deutsch, 216 Seiten, Broschur, Erscheinungsjahr: 2017 | ISBN: ISBN 978-3-88423-564-5, 19,80 EUR

Mit Gedichten von Alireza Abbasi, Daniela Danz, Ali Abdollahi, Jan Volker Röhnert, Sara Mohammadi Ardehali, Silke Scheuermann, Maryam Fathie, Max Czollek, Mazaher Shahamat, Michael Donhauser, Iraj Ziaei, Charlotte Warsen

Iranische Dichtung heute, das ist die Lust am Experiment und am Entdecken, in einem Land, das in großem Wandel begriffen ist, ästhetisch wie gesellschaftlich. Bis heute verehrt man dort Ferdousis Versepen und die formstrenge Diwanpoesie von Rumi, und die Gedichte des Säulenheiligen Hafis werden von allen auswendig gelernt. Die heutige Dichtung hat den Vers von seinen metrisch-formalen Fesseln befreit. Alltags- und Kindersprache, Dialekte sowie neue Themen und Motive hielten Einzug ins Gedicht. Das Haus für Poesie hat sechs Stimmen iranischer Gegenwartsdichtung nach Berlin eingeladen: Im Herbst 2016 trafen sie mit sechs deutschsprachigen Dichtern zusammen, um sich in den Workshop VERSschmuggel zu begeben und sich gegenseitig zu übersetzen, ohne die Sprache des anderen zu verstehen. Die DichterInnen arbeiteten paarweise mit vorab angefertigten Interlinearübersetzungen als Material. Die Ergebnisse dieses großen Übersetzungstreffens sind in diesem Buch nachzulesen und dank QR-Codes mitzuhören.

VERSschmuggel / perVERSmai – Poesie aus Litauen und Deutschland

Herausgeber: Aurélie Maurin , Thomas Wohlfahrt

Verlag Das Wunderhorn 184 Seiten, Klappenbroschur, Erscheinungsjahr: 2017 | ISBN: 978-3-88423-563-8 19,80 EUR

Mit Gedichten von: Antanas A. Jonynas, Giedrė Kazlauskaitė, Gytis Norvilas, Sigitas Parulskis, Aivaras Veiknys, Agnė Žagrakalytė; übersetzt von Christian Filips, Norbert Hummelt, Orsolya Kalász, Sabine Scho, Mathias Traxler, Christoph Wenzel, mit Hilfe der Interlinearübersetzer Laima Lekevičiūtė, Vilija Gerulaitienė, Nida Matiukaitė, Jurgita Mikutytė, Edita Štulcaitė und Rūta Jonynaitė.

Zwölf Dichterinnen und Dichter aus dem litauischen und deutschen Sprachraum finden sich in der vorliegenden Anthologie vereint und geben darin in mehrfacher wie auch ungewöhnlicher Weise Einblicke in ihr Schaffen. Alle Gedichte erscheinen zweisprachig, über den gedruckten QR-Code und mithilfe eines Mobiltelefons können die Stimmen der Dichter zugeschaltet werden. In kurzen Essays wird zudem aus den poetischen Werkstätten berichtet.

Berliner Rede zur Poesie von Oswald Egger: Was nicht gesagt ist

Oswald Egger: Was nicht gesagt ist

Hg.: Matthias Kniep, Thomas Wohlfahrt

Wallstein Verlag, Reihe: Berliner Rede zur Poesie; Bd. 1; 48 S., 14 Abb., geb., 12,3 x 21,0, ISBN: 978-3-8353-1982-0 (2016), € 12,90 (D) | € 13,30 (A)

Die Berliner Literaturwerkstatt feierte im September 2016 ihr 25jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wurde sie umbenannt in »Haus für Poesie«. Der Dichter Oswald Egger hält anlässlich dieser Namensänderung im Festsaal des Berliner Rathauses die erste »Berliner Rede zur Poesie«. Seine Rede begründet im Wallstein Verlag die neue Reihe »Berliner Rede zur Poesie«, in der die vom »Haus für Poesie« initiierten, jährlich von einem renommierten internationalen oder deutschsprachigen Dichter gehaltenen Reden veröffentlicht werden.

VERSschmuggel / VERSsmokkel – Poesie aus den Niederlanden & Flamen und Deutschland

Herausgeber: Aurélie Maurin , Thomas Wohlfahrt 

Verlag Das Wunderhorn | 184 Seiten, Klappenbroschur | Erscheinungsjahr: 2016 | ISBN: 978-3-88423-536-2 19,80 EUR

Mit Gedichten von Mustafa Stitou (Niederlande) und Jan Wagner (Deutschland), K. Michel (Niederlande) und Michael Speier (Deutschland), Anneke Brassinga (Niederlande) und Oswald Egger (Italien), Els Moors (Belgien) und Daniela Seel (Deutschland), Paul Bogaert (Belgien) und Farhad Showghi (Deutschland), Maud Vanhauwaert (Belgien) und Nora Gomringer (Deutschland)

Im Rahmen des poesiefestival berlin treffen Dichterinnen und Dichter aus den Niederlanden und Flandern auf ihre deutschsprachigen KollegInnen und übersetzen sich gegenseitig. Die Dichterinnen und Dichter arbeiten paarweise zusammen und übertragen die Gedichte des anderen auf der Basis von Interlinearübersetzungen in die eigene poetische Sprache, unterstützt von Literaturübersetzerinnen und -übersetzern. So entsteht ein direkter Austausch, der ein »Schmuggeln« von stilistischen Zusammenhängen, kulturellen Konnotationen und poetischen Traditionen in die eigene Sprache ermöglicht. Die Ergebnisse dieses großen Übersetzungstreffens sind in diesem Buch nachzulesen und dank QR-Codes mitzuhören. Der deutsch-niederländischsprachige VERSschmuggel ist ein gemeinsames Projekt der Literaturwerkstatt Berlin, der Niederländischen Stiftung für Literatur und des Flämischen Literaturfonds

VERSschmuggel / Поэтическая диВЕРСия – Poesie aus Russland und Deutschland

Herausgeber: Aurélie Maurin , Thomas Wohlfahrt
Verlag Das Wunderhorn | 200 Seiten, Klappenbroschur | Erscheinungsjahr: 2016 | ISBN: 978-3-88423-524-9 | 19,80 EUR

Mit Gedichten von Daniela Danz, Daniel Falb, Steffen Popp, Lea Schneider, Asmus Trautsch, Linus Westheuser, Denis Larionow, Lew Oborin, Ewgeny Prostschin, Iwan Sokolow, Ewgenia Suslowa und Galina Usrjutowa.


VERSschmuggel präsentiert den poetischen Grenzverkehr zwischen Russland und Deutschland: Sechs deutsche Dichter sind nach Moskau gereist, um dort auf sechs russische Dichterkollegen zu treffen. Sie arbeiteten paarweise zusammen und haben die Gedichte des Anderen in die jeweils eigene Sprache übertragen. Ein direkter Austausch, der ein »Schmuggeln«‚ von stilistischen Zusammenhängen und poetischen Traditionen ermöglicht. Die Autoren diskutierten kulturelle Konnotationen, um den Kern, das Bauprinzip, die Wortakrobatik und den Klang der Gedichte in der eigenen Sprache lebendig zu machen. Die Ergebnisse dieses großen Übersetzungstreffens sind in diesem Buch nachzulesen. Eine Gemeinschaftsproduktion mit dem Goethe-Institut in Moskau.