SAVE THE DATE: Sergio Raimondi hält Berliner Rede zur Poesie Zum 20. poesiefestival berlin spricht er über die Maßlosigkeit des Kapitalismus

29.04.2019

Sonntag | 16. Juni 2019 | 19.30 Uhr

Berliner Rede zur Poesie 2019: Sergio Raimondi. Probleme beim Schreiben einer Ode an den Pazifischen Ozean

Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin | Kl. Parkett | 6/4 €

Der argentinische Dichter Sergio Raimondi hält am 16. Juni im Rahmen des 20. poesiefestival berlin in der Akademie der Künste die diesjährige Berliner Rede zur Poesie. Probleme beim Schreiben einer Ode an den Pazifischen Ozean hat Raimondi seine Rede überschrieben.

Den eigentlichen Ozean zu lokalisieren, fällt schwieriger, denn alle bekannten Darstellungen zeigen ihn an die Ränder dieser vollkommen rechteckigen Welt verbannt und in zwei Hälften geteilt. Wie kann man ihn in seiner Gesamtheit erfassen?

In seiner Rede geht er auf Adornos Forderung nach einer Poesie auf der Höhe des Kapitalismus ein. Sergio Raimondi weist diese Forderung als maßlos zurück, da der Kapitalismus seinem Wesen nach mit all seinen globalen Strategien selbst maßlos sei. Muss der Dichter mit Karten und Statistiken operieren, um angemessen poetisch reagieren zu können? Die Beantwortung dieser Frage macht einen ebenso maßlosen Vorteil auf Seiten des Dichters deutlich: Der Kapitalismus ist niemals auf der Höhe der Poesie.

Probleme beim Schreiben einer Ode an den Pazifischen Ozean erscheint zur Veranstaltung auf Spanisch und Deutsch (übersetzt von Timo Berger) im Wallstein Verlag (13,90 €). Die Rede wird auf Spanisch gehalten, die Übersetzungen liegen auf Deutsch vor.

Seit 2016 ist die Berliner Rede zur Poesie fester Bestandteil des poesiefestival berlin. Sie wurde bisher von Oswald Egger, John Burnside und Elke Erb gehalten.

Sergio Raimondi (geb. 1968 in Bahia Blanca, Argentinien) gilt seit Erscheinen seines ersten Gedichtbandes Poesía civil im Jahre 2001 (Zivilpoesie, Reinecke & Voß 2017, übersetzt von Timo Berger) als Erneuerer der argentinischen Poesie. Der Dichter Arturo Carrera rühmte die Zivilpoesie, weil sie in absolutem Kontakt zur Realität stehe und die Sprache unserer Zeit reinwasche. Raimondis Texte sind immer in einem empathischen Sinne politisch. Seit fast zwei Jahrzehnten arbeitet Raimondi an seinem zweiten Band, ein gewaltiges enzyklopädisches Projekt, das kurz vor seiner Vollendung steht und den Titel Für ein kommentiertes Wörterbuch tragen wird. Eine Auswahl ist bereits unter gleichem Titel 2012 im Berenberg Verlag erschienen. Sergio Raimondi war 2018 Gast im Berliner Künstlerprogramm des DAAD.

Das 20. poesiefestival berlin wird vom Haus für Poesie veranstaltet und findet vom     14. bis 20. Juni 2019 in der Akademie der Künste am Hanseatenweg statt. Das Festival präsentiert unter dem Motto Endlich Zeit für Sprache internationale Poesie in unterschiedlichsten Formen und in Verbindung mit Kunst, Theater, Performance, Musik, Film und digitalen Medien.

Die Berliner Rede zur Poesie 2019: Sergio Raimondi – Probleme beim Schreiben einer Ode an den Pazifischen Ozean wird freundlich unterstützt durch das Auswärtige Amt und das Berliner Künstlerprogramm des DAAD.

 

Das 20. poesiefestival berlin ist ein Projekt des Hauses für Poesie in Kooperation mit der Akademie der Künste. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und des Auswärtigen Amts, mit freundlicher Unterstützung durch Maritim proArte Hotel Berlin. Präsentiert von taz, BÜCHERmagazin, tip Berlin, ASK HELMUT und Deutschlandfunk Kultur.

 

14.–20.6.2019

20. poesiefestival berlin: Endlich Zeit für Sprache

Akademie der Künste

Hanseatenweg 10

10557 Berlin


Pressefotos zum Download:

www.haus-fuer-poesie.org/de/presse/pressefotos/

 

Akkreditierung unter:

presse@haus-fuer-poesie.org   

 

Für Rückfragen und Informationen:

Haus für Poesie

Silvia Halfter

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel: 030. 48 52 45 24

E-Mail: presse@haus-fuer-poesie.org