Veranstaltung: Januar 2019

Di
22.1.19
19.30 Uhr

AUF DER GRENZE Judentum und Dichtung

Jakob Hessing. Von Poesie reden

Event-Picture: Jakob Hessing. Von Poesie reden Jakob Hessing © Max Raulff
Jakob Hessing © Max Raulff

Lesung & Gespräch

Mit Jakob Hessing, Literaturwissenschaftler, Jerusalem | Moderation: Thomas Sparr, Literaturwissenschaftler und Verleger, Berlin

„Wie hast du’s mit der Poesie?“ Diese Gretchen-Frage stellt sich Jakob Hessing in seiner Münchner Rede zur Poesie (Stiftung Lyrikkabinett München 2018). Beim Versuch, eine Antwort zu finden, erzählt er von Gedichten und Texten der deutschjüdischen Tradition. Es sind Gedichte, die ihn durchs Leben begleitet haben und die immer wieder existenzielle Fragen aufwerfen. Die autobiografische Suche führt Jakob Hessing an Grenzen, die für ihn zwischen dem Hebräischen und dem Deutschen, zwischen der Dichtung jüdischer und deutscher LyrikerInnen sowie innerhalb der hebräischen Sprache verlaufen. was als eine sehr persönliche Reflektion beginnt, wird zur grundsätzlichen Betrachtung dessen, was Sprache kann – und was sie nicht kann.


Jakob Hessing hält seine Münchner Rede zur Poesie, gehalten im Lyrikkabinett München in 2018, nun in Berlin. Der Moderator des Abends Thomas Sparr, editor- at-Large im Suhrkamp Verlag, spricht mit ihm und dem Publikum über die Gratwanderung, die Hessing beschreitet.

Jakob Hessing (geboren 1944 in Lyssowce/Oberschlesien) wuchs in Berlin auf und emigrierte als 20-Jähriger nach Israel. Seit 1992 lehrt er Germanistik an der Hebräischen Universität Jerusalem. Artikel von ihm erscheinen seit den 1990er Jahren regelmäßig in der FAZ und im Merkur. Seine Publikationen beschäftigen sich u. a. mit Else Lasker-Schüler, Sigmund Freud, Heinrich Heine, Franz Kafka, Paul Celan u. v. a.


Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes

Ort:
Haus für Poesie
Kulturbrauerei

Knaackstr. 97, 10435 Berlin


Eintritt:
6/4€ Karten an der Abendkasse