Veranstaltung: November 2019

Di
5.11.19
19.30 Uhr

Hier sein. Vom Ankommen, Schreiben und Verlegen

Event-Picture: Hier sein. Vom Ankommen, Schreiben und Verlegen Fatah © Peter von Felbert, Hamza © Mathias Bothor, Nabi © privat
Fatah © Peter von Felbert, Hamza © Mathias Bothor, Nabi © privat

Lesung & Gespräch

mit Ali Abdollahi (Dichter und Übersetzer, Berlin / Teheran) | Widad Nabi (Dichterin, Berlin) und Madjid Mohit (Sujet Verlag, Bremen) und Joachim von Zepelin (Secession Verlag, Berlin) | Aref Hamza (Dichter, Buchholz) | Moderation Sherko Fatah (Autor, Berlin)

„Erkläre niemandem / etwas, von dem du die Gründe nicht mehr kennst, / denn als du mit einer kleinen Tasche dein Land verließest, / hast du dort zurückgelassen / alle Gründe.“ schreibt Widad Nabi in ihrem Gedicht Erkläre niemandem. Die Fluchterfahrung, das Ankommen in einer Fremde prägt ihr Schreiben wie das von Aref Hamza. An diesem Abend lesen sie ihre Texte und sprechen mit ihren Verlegern über ihre Erfahrungen im deutschen Literaturbetrieb, über ungeahnte Schwierigkeiten und neue Chancen.

Ali Abdollahi, Dichter und Übersetzer aus Teheran und Partner der Lyrikline seit vielen Jahren, hat ein Stipendium in Berlin erhalten und ist Gast des Hauses für Poesie für zwei Jahre. Er eröffnet den Abend mit einer kurzen Lesung seiner Gedichte.

Die kurdisch-syrische Lyrikerin Widad Nabi (geboren 1985 in Kobani in Syrien) schreibt für zahlreiche Zeitschriften und Zeitungen. 2013 erschien ihr Buch Zeit für Liebe, Zeit für Krieg, 2016 folgte Syrien und die Sinnlosigkeit des Todes. In Deutschland wurden erste Texte in der Anthologie Weg sein – hier sein (Secession Verlag 2016) veröffentlicht. Anfang 2019 erschien ihr erstes Buch in deutscher Sprache, Frühling (Sujet Verlag Bremen, Übersetzung Suleman Taufq).

Aref Hamza (geboren 1974 in Al-Hasakeh in Syrien) gilt in der arabischsprachigen Welt als eine der bedeutendsten lyrischen Stimmen seiner Generation. Von ihm sind bislang sieben Gedichtbände in arabischer Sprache erschienen. Wie Widad Nabi veröffentlichte er 2016 in der Anthologie des Secession Verlags, 2018 folgte im selben Verlag sein erster deutscher Gedichtband Du bist nicht allein (Übersetzung Sandra Hetzl).

Sherko Fatah (geboren 1964 in Berlin) wuchs in der DDR als Sohn eines irakischen Kurden und einer Deutschen auf. Er hat sechs Romane veröffentlicht, zuletzt Schwarzer September (Luchterhand Literaturverlag 2019).

Die gelesenen Texte stehen in deutscher Übersetzung zur Verfügung.

Die Veranstaltung wird arabisch-deutsch gedolmetscht.

Mit freundlicher Unterstützung von ECHOO Konferenzdolmetschen

Ort:
Haus für Poesie
Kulturbrauerei

Knaackstr. 97, 10435 Berlin


Eintritt:
6/4 €


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