Eugen Gomringer

Eugen Gomringer (*1925, Bolivien) gilt als der „Vater“ der Konkreten Poesie. Sein Text „vom vers zur konstellation“ ist, neben dem Manifest der brasilianischen Autorengruppe Noigrandes, das Grundlagenpapier dieser Literatur. Seine Gedichte erschienen in aller Welt und sind fixer Beststanteil der Literaturbücher für den Schulunterricht. Gomringer gründete 1953 gemeinsam mit Dieter Roth und Marcel Wyss die Zeitschrift „Spirale“ und war von 1960 bis 1965 Herausgeber der Buchreihe konkrete poesie – poesia concreta. Seit 1971 ist er Mitglied der Akademie der Künste. Im Jahr 2000 gründete er das Institut für Konstruktive Kunst und Konkrete Poesie (IKKP) in seinem Wohnort, dem oberfränkischen Rehau. Gomringer publizierte, neben zahlreichen Essays und anderen Texten, Gedichte auf Deutsch, Spanisch, Französisch, Englisch und Schweizerdeutsch. Zuletzt veröffentlichte er allerdings keine Konkrete Poesie, sondern „eines sommers sonette“ und „der sonette gezeiten“ (beide Edition Signathur, 2008 bzw. 2009). Er wurde mit dem Kulturpreis der Gemeinde Rehau, dem Bayerischen Verdienstorden und dem 1. Preis des Lyrikwettbewerbs des Rilke-Festivals Siders ausgezeichnet. Im Januar dieses Jahres erhielt er den Alice Salomon Poetik Preis. 

Veröffentlichungen (zuletzt erschienen):
quadrate aller länder (Teil 4 der in der Edition Splitter erscheinenden Werksausgabe, Wien 2006)
eines sommers sonette (Dozwil 2008)
der sonette gezeiten (Dozwil 2009)

Eugen Gomringer im ZVAB

Eugen Gomringer at Poesiefestival