19. poesiefestival berlin: der erste Weltklimagipfel der Poesie!

09.05.2018

Schon längst beschäftigt sich die Poesie mit dem Thema Klimawandel. Sie fasst dessen Auswirkungen auf den Menschen sprachlich auf. Das Poesiegespräch „Weltklimagipfel der Poesie“ und die Lesung „Klimawandel in Poesie“ laden Dichterinnen und Dichter aus vier Kontinenten ein, das poetische Potenzial dieser Thematik sowie dessen politische Dimension zu prüfen. Die Verflechtung von politischem Engagement und poetischer Vielschichtigkeit wird ebenfalls im Werk der Autorin und Aktivistin Ketty Nivyabandi aus Belgien/Burundi deutlich.


Bitte vormerken:


Weltklimagipfel der Poesie
Samstag, 26. Mai 2018,18.00 Uhr
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
Gespräch mit
den Dichterinnen und Dichtern Tsead Bruinja (Niederlande) | Imtiaz Dharker (Pakistan) | Kendel Hippolyte (St. Lucia) | Jessie Kleemann (Grönland) | Outspoken (Zimbabwe)
Moderation: Daniela Seel
(Deutschland) Verlegerin, Dichterin | Arne Riedel (Deutschland) Ecologic Institut

Temperaturextreme und Wirbelstürme treten verstärkt und in immer kürzeren Zyklen auf. Die polaren Eismassen ziehen sich zurück, der steigende Meeresspiegel überflutet erste bewohnte Inseln im Pazifik. Der Klimawandel bedroht die Menschheit. Was aber bedeuten zwei Grad globale Erwärmung und was ist, wenn sie überschritten werden? Dichterinnen und Dichter reagieren auf diese Fakten. Im Poesiegespräch wird sowohl poetisch als auch politisch geprüft, was Poesie zum Thema Klimawandel beitragen und womit sie Aufmerksamkeit für das Thema erzeugen kann.


Klimawandel in Poesie
Samstag, 26. Mai 2018, 20.00 Uhr
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
Lesung und Gespräch mit
den Dichterinnen und Dichtern Tsead Bruinja (Niederlande) | Imtiaz Dharker (Pakistan) | Kendel Hippolyte (St. Lucia) | Jessie Kleemann (Grönland) | Outspoken (Zimbabwe)
Moderation:
Daniela Seel (Deutschland), Herausgeberin, Dichterin

Die Erderwärmung regt die Fantasie an, zumindest die ihrer Leugner: Donald Trump hält sie für eine Erfindung von China, das der amerikanischen Wirtschaft schaden will, und die AfD verdreht Ursache und Wirkung, wenn sie die „Massenmigration” nach Europa für die Erderwärmung mitverantwortlich macht. Diese und andere krude Theorien lenken nicht davon ab, dass erste Inseln im Meer verschwinden, Gletscher schmelzen, Hurrikans und Überschwemmungen Landstriche unbewohnbar machen und Dürren die Verelendung ganzer Regionen vorantreiben. Längst lösen Klimakatastrophen Flüchtlingswellen aus, und auch in Europa ist nicht nur „Holland in Not“, wenn staatliche Programme zur Erweiterung der Deichanlagen aufgelegt werden.

Die Poesie beschäftigt sich längst mit diesem Thema. Sie kann die Auswirkungen des Klimawandels auf den Menschen, die im Unsichtbaren wie Sichtbaren wüten, sprachlich anders fassen und begreiflich machen. In einer Gesprächs-Lesung ruft der karibische Autor Kendel Hippolyte in Erinnerung, dass der Mensch anders mit der Umwelt umgehen würde, wenn er die Natur als eigene Mutter verstünde. Die britisch-pakistanische Autorin Imtiaz Dharker macht den Klimawandel zu einer persönlichen, privaten und erfühlbaren Angelegenheit, und die grönländische Autorin Jessie Kleemann verfasst ihre melodischen Texte auf Inuit: einer Sprache und Kultur, in der Natur und der Klang von Sprache direkt miteinander verwoben sind. Tsead Bruinja beschäftigt, was die bedrohlichen Folgen des ansteigenden Meeresspiegels für die Niederlande bedeuten, wohingegen Outspoken aus Zimbabwe die Dürre poetisch „einfängt“.

Zur akustischen Begleitung kreierte der deutsche Musiker und Performancekünstler Kalle Laar einen Klangteppich der Naturkatastrophen.


Poesiegespräch: Ketty Nivyabandi – „Auf den Gehsteigen hungernder Boulevards"
Sonntag, 27. Mai 2018, 17.00 Uhr
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
Mit Ketty Nivyabandi
(Burundi) Autorin und Aktivistin, im Gespräch mit Adams Sinarinzi (Burundi) Autor

Im Werk von Ketty Nivyabandi (geb. 1978 in Uccle, Belgien) trifft politisches Engagement auf poetische Vielschichtigkeit trifft. Nivyabandis Gedichte spiegeln die Geschichte ihres Landes, Burundi, aus dem sie 2015 fliehen musste, an ihrer eigenen Biografie. Durch die Kraft ihrer Bilder, ihres Flows verwandelt sie beides in eine Form von lyrischem Widerstand. Ihre Gedichte sind Gesänge einer „geschredderten Nation“ aus „Zerbrochen-aber-ganzen-Menschen“, die nicht aufhören, auf dem Wort „Freiheit“ herumzukauen – trotz Krieg, Hunger und Verfolgung.


19. poesiefestival berlin: Werte Vers Kunst
24.-31. Mai 2018
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Das vollständige Festivalprogramm und Vorverkauf unter: www.haus-fuer-poesie.org

Akkreditierung unter: presse@haus-fuer-poesie.org
Bitte geben Sie Ihren Namen, Medium und Ihre Kontaktdaten an.
Pressefotos zum Download:
www.haus-fuer-poesie.org/de/presse

 

Für Rückfragen und Informationen:
Haus für Poesie
Mira Lina Simon
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 030. 48 52 45 24
E-Mail: presse@haus-fuer-poesie.org

Das Poesiegespräch: Weltklimagipfel der Poesie wird freundlich unterstützt vom Königreich von der Niederlande, der Danish Arts Foundation, der Königlich Dänischen Botschaft Berlin, ECHOO Konferenzdolmetschen und dem British Council, im Rahmen des Großbritannienjahres „UK/Germany 2018". Es findet in Kooperation mit dem Forum Berlin der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Ecologic Institut (freundlich unterstützt von der Stiftung Mercator) statt.

Die Lesung Klimawandel in Poesie wird freundlich unterstützt vom Königreich der Niederlande, der Danish Arts Foundation, der Königlich Dänischen Botschaft Berlin, ECHOO Konferenzdolmetschen und dem British Council, im Rahmen des Großbritannienjahres „UK/Germany 2018“. Es findet in Kooperation mit dem Forum Berlin der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Ecologic Institut (freundlich unterstützt von der Stiftung Mercator) statt.

Das 19. poesiefestival berlin ist ein Projekt des Hauses für Poesie in Kooperation mit der Akademie der Künste. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds mit freundlicher Unterstützung durch Maritim proArte Hotel Berlin. Präsentiert von kulturradio vom rbb, tip Berlin, taz, BÜCHERmagazin und Deutschlandfunk Kultur.