17. poesiefestival berlin: Kein schöner Land

24.02.2016

Sehr geehrte Medienvertreter, liebe Kolleginnen und Kollegen,

das 17. poesiefestival berlin stellt sich drängenden Fragen wie: Was ist das für ein Land, in dem wir leben und leben werden? Flucht und Migration verändern unsere Lebenswirklichkeit, und trotz aller Schwierigkeiten gewinnt Europa mit den Menschen, die aus aller Welt kommen, an Kulturen, Sprachen und Wort-Schätzen dazu. Das 17. poesiefestival berlin greift dies mit dem Motto „Kein schöner Land“ auf. Es findet vom 3. bis 11. Juni 2016 in der Akademie der Künste (Hanseatenweg 10) statt und gibt der internationalen Dichtkunst Bühne und Ort für Grenzüberschreitungen.

Eröffnet wird das 17. poesiefestival berlin: Kein schöner Land mit Weltklang – Nacht der Poesie, einem Konzert in verschiedenen Sprachen und mit internationalen Stimmen, darunter Caroline Bergvall (Norwegen), Luis Felipe Fabre (Mexiko), Gerhard Falkner, Uljana Wolf (Deutschland) und Ana Blandiana (Rumänien).
Poetry and conflict versammelt Dichterinnen und Dichter aus verschiedenen Kontinenten, die gesellschaftliche Realitäten ändern wollen - durch ihre Werke und Aktivitäten oder auch durch ihr Schweigen. Sie nahmen teil an Aufständen, an Kämpfen für Menschenrechte oder waren Zeugen von Kriegen: Gioconda Belli (Nicaragua), Bei Dao (China), Carolyn Forche (USA), Brian Turner (USA) und Gassan Zagtan (Palästina)
Mit Balkan Balcony holt das Festival Dichterinnen und Dichter nach Berlin, die den Balkan gemeinsam und jenseits nationalistischer Ideen neu diskutieren. Die Autoren, ihre Literaturen und Sprachen drifteten auseinander, so wie ihre Länder zuletzt im Jugoslawienkrieg. Es gibt Gräben zu überwinden. Erwartet werden Lindita Arapi (Albanien/Österreich), Kapka Kassabova (Bulgarien/UK), Damir Šodan (Kroatien/Niederlande), Ana Ristovi (Serbien), Theodoros Chiotis (Griechenland) und Aleš Šteger (Slowenien).
Schuberts „Die Winterreise“ wird mit Texten von Heiner Müller konfrontiert und aufgeführt von Corinna Harfouch und Nino Sandow.
Bei e.poesie verschmelzen elektronische Musik mit Poesie, Worte werden zu Beats. El Congo Allen, Kurator und Moderator des Abends, hat Kelvin Sholar (Pianist, Komponist/USA), Ryo Fujimoto (Musiker/Japan), Jimi Tenor (Musiker/Finnland), Jessie Kleemann (Autorin/Grönland) und Julian Herbert (Dichter, Musiker/Mexiko) gewinnen können.
Ein Dichter Abend wird gestaltet von und mit Monika Rinck.

17. poesiefestival berlin: Kein schöner Land
3.-11. Juni 2016
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Das Festivalmotiv zum Download: www.literaturwerkstatt.org/de/presse/pressematerial/

Das Programm wird am 2. Mai 2016 veröffentlicht, zeitgleich startet der Kartenvorverkauf.

Über das poesiefestival berlin:
Das poesiefestival berlin ist das größte seiner Art in Europa und bringt jährlich rund 140 namhafte Dichterinnen und Dichter sowie Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt nach Berlin. Neben dem Buch hat sich die Dichtkunst längst auch andere Präsentationsformen gesucht und experimentiert mit Theater, Performance, Musik, Tanz, Film und digitalen Medien. Das Festival macht Poesie in ihrer ganzen Formenvielfalt erlebbar und zählt bis zu 13500 Besucher jedes Jahr. Es findet seit 2000 statt, seit 2008 ist die Akademie der Künste (Hanseatenweg 10) Austragungsort des Festivals.
 
Für Rückfragen und Informationen:
Jana Bialluch                                                                   Tina Brüser
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