Studio Europa

Bronka Nowicka

Bronka Nowicka © Krzysztof Kalinowski

Bronka Nowicka, ( geb. 1971 in Radomsko, Polen), ist promovierte bildende Künstlerin, Dichterin und Regisseurin. Sie arbeitet als Dozentin an der Staatlichen Hochschule für Film, Fernsehen und Theater „Leon Schiller“ in Łódź , die sie auch selbst absolvierte, und an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau.
Inspiration und Forschungsfeld für ihr künstlerisches Schaffen sind die Beziehungen zwischen Mensch und Ding, Sprache und Bild, Erinnerung und Sprache. Für ihren Prosagedichtband „Nakarmić Kamień“ („Einen Stein füttern“) erhielt sie 2016 den Nike-Literaturpreis, die bedeutendste literarische Auszeichnung Polens. In „Nakarmić Kamień“ wird aus der Perspektive eines Kindes die Ordnung der Erwachsenenwelt in Frage gestellt. Nowicka baut darin ihre Erzählung aus lebendigen Text-Fragmenten auf. Sie veröffentlichte zudem in Magazinen wie „Znak“ (Polen), „Poetry Wales“ und „Modern Poetry in Translation“ (Großbritannien).
Im Bereich der Bildenden Kunst greift sie auf neue Medien zurück, erstellt Tomografien und Tomovideos mit einem Computertomografen als Grafik- und Filmwerkzeug.
Nowicka gehörte zu den „New Voices from Europe 2017“. Das Projekt fördert, im Rahmen von „Literary Europe Live“, in ihrem jeweiligen Land herausragende Dichterinnen.

Veröffentlichungen:
Nakarmić Kamień, Biuro Literackie 2015

Ausstellungen (Auswahl):

Susanne Burmester Galerie, Deutschland 2015
Kunstnernes Hus, Norwegen 2016
Trubarjeva Hiša Literature, Slowenien 2017
Gavella Drama Theatre, Kroatien 2017

Auszeichnungen:

Nike Literary Award 2016
Złoty Środek Poezji Award („Golden Mean of Poetry“) 2016

Sandeep Parmar

Sandeep Parmar © privat

Sandeep Parmar, (geb. in Nottingham, England), wuchs in Südkalifornien auf und lebt heute in England. Die Grundlage ihres Buches „Reading Mina Loy's Autobiographies, das 2013 bei Bloomybury erschien, war ihre Doktorabeit am University College London, 2008. Darüber hinaus erlangte sie einen Master of Arts in kreativem Schreiben. Sie lehrt sowohl Literatur des 20. Jahrhunderts als auch kreatives Schreiben an der Universität von Liverpool. Derzeit redigiert sie die Collected Poems of Nancy Cunard und schreibt an einer Biografie über Hope Mirrlees. Parmars Poesie beschäftigt sich mit der englischen Tradition der Moderne, mit ihrer Neugierde, ihrer Ruhelosigkeit und ihrem formalen Erfindungsreichtum. Ihre Arbeit steht beispielhaft für ein wiedererwachtes Interesse einiger jüngerer britischer Dichterinnen und Dichter an Techniken und Ansätzen, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurden. Die überraschenden Aussagen ihres Werkes erscheinen mit einer Kraft, die sich leicht wundersam anfühlt – Momente, die aus der spezifischen Sprache jedes Gedichts erscheinen, wie aus dem Nichts, ungebeten.

Veröffentlichungen (Auswahl):
The Collected Poems of Hope Mirrlees, Hg., Carcanet 2011
Reading Mina Loy's Autobiographies: Myth of the Modern Woman, Bloomsbury 2013
The Marble Orchard, Shearsman 2012
Eidolon, Shearsman 2015

Nathalie Ronvaux

Nathalie Ronvaux © Galbats Patrick

Nathalie Ronvaux, (geb. 1974 in Luxemburg), ist Dichterin und Dramatikerin. Ihr 2010 erschienener Gedichtband „Vignes et louves“ beschreibt Prozesse der Selbstfindung mit einer gewaltigen, surrealistischen Bildersprache, gleichzeitig in einem minimalistischen Stil. Der Band erhielt den Förderpreis der Servais-Stiftung für luxemburgische Literatur. Ihr Bühnenstück „La vérité m’appartient“ wurde 2013 mit dem ersten Preis des Concours littéraire national ausgezeichnet und 2016 in Luxemburg von Charles Muller inszeniert. Neben ihren literarischen Preisen wählte die luxemburgische Tageszeitung „Le Jeudi Ronvaux 2015 zur „Frau des Jahres“.
Nathalie Ronvaux gehört zu den „New Voices from Europe 2017“. Das Projekt fördert, initiiert von „Literary Europe Live“, in ihrem jeweiligen Land herausragende Dichterinnen und Dichter.

Veröffentlichungen:
Vignes et Louves, Editions Phi 2010
La liberté meurt chaque jour au bout d’une corde, Editions Phi 2012
La vérité m’appartient, Hydre Éditions 2013
Vol de nuit à ciel ouvert, Editions Phi 2014 – mit Illustrationen von Sandrine Ronvaux
Les Nuits Blanches, NB Éditions 2015 ‑ gemeinsam mit bildenden Künstler Bertrand Ney
Il n’y a rien … Il y a tout …, Éditions Au coin de la rue de l’Enfer  2016 – mit Zeichnungen von Robert Brandy
Subridere. Un aller simple, Hydre Éditions 2017

Nataša Sardžoska

Nataša Sardžoska © Irena Mila

Nataša Sardžoska, (geb. 1979 in Skopje, Mazedonien), ist Dichterin, Autorin und Übersetzerin. Sie promovierte in Philosophie und Anthropologie an der Eberhard Karls Universität, Tübingen, der Sorbonne Nouvelle, Paris, und der Universität Bergamo. Sardžoska erforscht die inneren Schichten von Trennung, Anerkennung, Akzeptanz und Freiheit. In ihrer Poesie entblößt sie dabei inneren Schmerz und offenbart gleichzeitig spirituelle Frische. Häufig erfasst sie in Lesungen mit performativem Charakter die menschliche Existenz durch die Dramaturgie eines Kammerspiels.
Für den mazedonischen Poesiepreis Brothers Miladinov vom Struga Poetry Festival war sie bereits zweimal nominiert. Sie übersetzt aus dem Portugiesischen, Französischen und Italienischen und veröffentlichte auch als Kritikerin in internationalen Magazinen. Für ihre Übersetzung von Collodis „Pinocchio“ wurde sie vom Ministry of Foreign Affairs – Direction for Cultural Promotion ausgezeichnet.
2008 hat sie den Tango Argentino für sich entdeckt und widmet sich seither mit Leidenschaft diesem Tanz und der Förderung der Tangokultur.

Veröffentlichungen (Literatur):
The blue room, 2002
Skin, 2013
He pulled me with invisible string, 2014
Living water, 2017

Veröffentlichungen (Übersetzungen):

Collodi, Carlo, Pinocchio, Detska Radost, Skopje 2002, 2nd edition 2005
Pasolini Pier Paolo: Teorema, Dijalog, Skopje 2004
Tabucchi, Antonio: Donna di Porto Pim; Notturno Indiano; Il filo dell'orizzonte, Kultura, Skopje 2005
Gandini, Fabrizio: European criminal law, criminal law of the European Community, criminal law of the European Union. Review for criminal law studies and criminology, Skopje 2008
Carducci, Giosue: Poesie, Mikena, Bitola 2009
Guillherme-Moreira, Pedro: A manhã do mundo, Antolog, Skopje 2013
Tavares, Gonçalo: Jerusalem, Blesok: Skopje 2013