Nahost trifft Europa: Übersetzungsworkshop: Arabisch-Deutsch

Sandra Burkhardt

Sandra Burkhardt © Michael Wagener

Sandra Burkhardt (geb. 1992 in Laupheim) studierte Kunstgeschichte und Literarisches Schreiben in Karlsruhe und Leipzig und lebt derzeit in Berlin. 2016 war sie Preisträgerin beim 14. Open Mike in Berlin und Mitherausgeberin der Tippgemeinschaft 2016. Im Herbst 2018 erschien ihr Debüt „Wer A sagt“ bei gutleut.

 

Veröffentlichungen:

Wer A sagt, gutleut verlag Frankfurt am Main 2018

Golan Haji

Golan Haji © Marti Albessa

Golan Haji (geb. 1977 in Amouda, Syrien) ist ein syrischer Dichter und Übersetzer mit einem postgradualen Abschluss in Pathologie. Er studierte Medizin an der Universität von Damaskus. Er arbeitete als Übersetzer aus der englischen und amerikanischen Literatur und übersetzte u.a. Robert Louis Stevensons schottischen Klassiker „Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde“ ins Arabische.

Seine erste arabische Gedichtsammlung, „Called in Darkness“ (2004), gewann den Al-Maghut-Preis für Poesie. Sein zweiter Gedichtband „jemand sieht in dir das Monster“ (2008) wurde während der Veranstaltung „Damaskus 2008 als Kulturhauptstadt“ veröffentlicht. Seine nächste Sammlung, „Mein kaltes, weit entferntes Zuhause“, wurde in Beirut veröffentlicht.

Er lebte in Damaskus, bis er aus seinem Land fliehen musste, und hat sich in Frankreich niedergelassen. Golan Haji trägt regelmäßig zur Kulturpresse im Libanon bei. Er hat an vielen Poesiefestivals in Syrien und auf der ganzen Welt teilgenommen.


Veröffentlichungen:

A Tree Whose Name I Don't Know, A Midsummer Night's Press 2017

die Waage des Schadens, Al-motwaset, Milan 2016

Bis der Krieg geschah. Frauen in der syrischen Revolution,  Riad Al-Rayes Verlag Beirut 2016

Was die Isolation sagt, Friche Belle 2014

L'autunno, qui, è magico e immenso, Rom 2013

Ehebrecher, Koriedo Verlag Kopenhagen 2011

jemand sieht in dir das Monster, Damaskus 2008

in der Dunkelheit 2004

Noor Kanj

Noor Kanj © Galal Alahmadi

Noor Kanj (geb. 1990 in Suweida, Syrien) hat Informatik und Wirtschaftswissenschaften studiert. 2014 flüchtete sie aus Syrien in den Libanon und von dort aus mit einem Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung nach Deutschland. Sie publiziert Lyrik auf Arabisch. Sie nahm teil am „VERSschmuggel“ des Hauses für Poesie und war beim internationalen literaturfestival berlin (ilb), dem Literaturfest München und dem globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur in Bremen zu Gast. Ihre ersten Texte veröffentlichte Kanj in den Anthologien „Hier sein – weg sein“ (Secession Verlag) und „Das Herz verlässt keinen Ort, an dem es hängt“ (Ullstein 2018).

Noor Kanj erhielt daraufhin viele Einladungen zu Lesungen und Vorträgen. 2018 wurde sie vom Goethe-Institut Kanada zu einer Lesung nach Toronto eingeladen. Zurzeit lebt sie in Düren.


Veröffentlichungen:

Hier sein – weg sein, Anthologie, Secession Verlag 2016

Das Herz verlässt keinen Ort, an dem es hängt, Ullstein Verlag 2018

Sonja vom Brocke

Sonja vom Brocke © Ronald Dick

Sonja vom Brocke (geb. 1980 in Hagen, Westfalen) zog nach einem Studium der Philosophie und Literatur in Köln, Hamburg und Paris 2007 nach Berlin, wo sie auch heute lebt. Ihre Texte erschienen in Zeitschriften, Anthologien und Kunstpublikationen. Nach dem schmalen Band „Ohne Tiere“ (Verlag H+K Berlin, 2010) folgte 2015 das Gedichtbuch „Venice singt“ (kookbooks). Ende 2018 erschien ihre jüngste Publikation „Düngerkind“ im Verlag Peter Engstler. Gemeinsam mit der Band Periode (mit Andreas Reihse und Thomas Winkler)

vertonte sie einige ihrer Gedichte. Texte von Sonja vom Brocke wurden ins Slowenische, Englische, Rumänische und Niederländische übersetzt.

 

Veröffentlichungen:

Ohne Tiere, Verlag Heckler und Koch Berlin, 2010

Venice singt, kookbooks Berlin 2015

Düngerkind, Verlag Peter Engstler Ostheim/Rhön 2018

Günther Orth

Günther Orth (geb. 1963 in Ansbach) arbeitete nach seinem Studium der Islamwissenschaft, Geografie und Soziologie in Erlangen, Kairo, Damaskus und Leipzig an verschiedenen deutschen Universitäten als Dozent für Arabisch sowie seit 1992 als Dolmetscher und Übersetzer für Arabisch. Nach seiner Promotion zur modernen Literatur des Jemen 1996 war Günther Orth auch als Dozent für Übersetzungswissenschaft sowie für Deutsch als Fremdsprache an der Universität Sanaa (Jemen) tätig. Heute arbeitet er als Konferenz- und TV-Dolmetscher, Literaturübersetzer und Lektor (bei DW-TV Arabia).

Leila Chammaa

Leila Chamma © privat

Leila Chammaa (geb. in Beirut, Libanon) studierte Islamwissenschaft, Arabistik und

Politologie an der FU Berlin und im Zusatzstudium Deutsch als Fremdsprache an der HU Berlin. Seit 1990 übersetzt sie arabische Literatur ins Deutsche, zunächst ausschließlich Prosa, seit einigen Jahren aber auch mit Begeisterung Lyrik. Sie ist zudem als Beraterin und Gutachterin für Verlage, Institutionen und Festivals im Bereich arabischer Literatur tätig. 2014–2016 war sie Jurorin des Internationalen Literaturpreises.