Amewu

Amewu (*1983 Berlin) experimentierte schon als Schüler mit den Möglichkeiten des Freestyle Rap. Seine Texte sind vielschichtig und ehrlich, aggressiv und dennoch durchdacht. Sie durchdringen die Hörer nicht nur wegen der hohen Geschwindigkeit, mit der Amewu sie rappt, sondern auch durch ihren Tiefsinn und die Melancholie, die immer wieder durchscheint. Seine Musik führte ihn bereits u.a. nach Bangladesch, Mosambik, Kolumbien und auf die Philippinen. Nebenbei legt er auch als DJ auf, leitet Workshops und Schreibwerkstätten mit Jugendlichen und Kindern.

Diskografie:

Entwicklungshilfe (2009)
Leidkultur (2012)

Ana Tijoux

In Lateinamerika ist Ana Tijoux (*1977 Lille, Frankreich) seit mehr als zehn Jahren ein Star. Mit ihren Texten, ihrem Flow, ihren Beats und ihrer Bühnenpräsenz konnte sich Tijoux in der internationalen Hip-Hop-Szene als eine der wenigen weiblichen MCs behaupten. Tijoux umgeht die sprachlichen und thematischen Konventionen des Rap. Ihre Texte sind in großen Teilen biografisch angelegt und erzählen vom Tod nahestehender Menschen, von kreativen Krisen, von Freundschaft, Liebe, Glaube und Schmerz. Ihr Hit »Shock« kritisiert die Bildungspolitik der chilenischen Regierung und wurde zur Protesthymne der Studentenbewegung.

Ana Tijoux wuchs in Frankreich auf, wohin ihre Eltern während der Pinochet-Diktatur ausgewandert waren. Erst nach dem Ende des Regimes kehrte sie nach Chile zurück. In Santiago gründete sie die legendäre Hip-Hop-Formation Makiza, die mit sozialkritischen Texten und ausgefeilten Arrangements Maßstäbe setzte für den lateinamerikanischen Rap. Tijoux wurde für die lateinamerikanische Ausgabe des MTV Video Music Award und zweimal für den Latin Grammy Award nominiert.

Veröffentlichungen:

Band Makiza:
„Vida salvaje“ (1998)
„Aerolíneas Makiza“ (1999)
Soloalben:
„Kaos“ (2007)
„1977“ (2009)
„La Bala“ (2012)

Ana Tijoux Shock (video oficial 2011)