Veranstaltung: Februar 2018

Do
15.2.18
19.00 Uhr

Neue Überseezungen. Yoko Tawada

Event-Picture: Neue Überseezungen. Yoko Tawada Yoko Tawada (c) Florian Thoss
Yoko Tawada (c) Florian Thoss

Lesung & Performance

Performance und Gespräch mit Yoko Tawada Autorin, Berlin | Naomi Sato Musikerin, Amsterdam Moderation: Ulrike Vedder Literaturwissen­schaftlerin, Berlin

Überseezungen sammeln sich auf dem Balkonplatz für flüchtige Abende, um Abenteuer der deutschen Grammatik akzentfrei zu er­ leben. Die Titel von Yoko Tawadas Büchern führen ein Eigenleben. Sie er­ zählen eine Autorinnenbiografie zwischen den Sprachen. „Jede Sprache bildet einen Zwischenraum. Und der Raum zwischen zwei Sprachen ist kein Zwischenraum, sondern der eigentliche Raum, in dem die Literatur geschrieben wird,“ sagte sie 2016, als sie mit dem Kleist-­Preis ausgezeich­net wurde.

Yoko Tawada (geb. 1960 in Tokyo), die seit 1982 in Deutschland, seit 2006 in Berlin lebt, schreibt auf Deutsch und Japanisch. Sie ist eine Meis­terin für das Wimmelbild der Worte. Aus allem schlägt die Autorin Funken, nimmt die Welt beim Wort und schaut sie an, als würde sie zum ersten Mal angeschaut. Für Inger Christensen schrieb sie: „dichten bedeutet, die früchte buchstabieren“. An diesem Abend liest Yoko Tawada neu buchsta­bierte, unveröffentlichte Gedichte.

Die Sho−­Spielerin Naomi Sato begleitet Yoko Tawada bei der Lesung. Die Sho ist eine japanische Mundorgel, deren Spiel eine lange höfische Tradition hat. Naomi Sato spielt Kompositionen von John Cage und Toshio Hosokawa. Eingebettet ist ein Gespräch mit Ulrike Vedder zu Tawadas Schaffen.


 



Ort:
Haus für Poesie
Kulturbrauerei

Knaackstr. 97, 10435 Berlin


Eintritt:
6/4 €