Veranstaltung: Februar 2020

Di
25.2.20
19.30 Uhr

Lyrikdebüts

Event-Picture: Lyrikdebüts Eva Leuenberger © anjafonseka.ch, Ines Berwing © Carl Gerber, Katharina Johanna Ferner © Mark Daniel Prohaska, Sebastian Weirauch © privat
Eva Leuenberger © anjafonseka.ch, Ines Berwing © Carl Gerber, Katharina Johanna Ferner © Mark Daniel Prohaska, Sebastian Weirauch © privat

Lesung & Gespräch

mit Ines Berwing Dichterin, Berlin | Katharina J. Ferner Dichterin, Wien und Salzburg | Eva Maria Leuenberger Dichterin, Biel | Sebastian Weirauch Dichter, Leipzig | Moderation Gregor Dotzauer Literaturkritiker, Berlin

Der Literaturkritiker Gregor Dotzauer begründet seine Auswahl:

Ines Berwing: muster des stillen verkabelns (hochroth)

„Ines Berwing fügt wortspielerisch zusammen, was nie zusammengefügt werden wollte, aber in ihren funkelnd grotesken, bis ins Surreale reichenden Sprachbildern einen einleuchtenden Zusammenhang entfaltet. Keine Angst vor dem Schlafen in Staubsaugerbeuteln: Auch das vermittelt sie mit rhythmischer Überzeugungskraft.“

Katharina J. Ferner: nur einmal fliegenpilz zum frühstück (Limbus)

„Katharina J. Ferner zeigt in einem Kunstidiom aus Salzburger, Wiener und oberösterreichischen Elementen, wie knapp und farbig Dialekt gegenüber der Standardsprache verfährt. Die beigegebene Übersetzung ins Hochdeutsche – manchmal gehen Ferners Gedichte auch den umgekehrten Weg – lässt einen Bedeutungsraum aufscheinen, ohne den sich die deutschsprachige Lyrik nicht denken lässt.“

Eva Maria Leuenberger: dekarnation (Droschl)

„Die Schweizerin Eva Maria Leuenberger entwirft eine Geschichte der Natur, die das vorübergehende Erscheinen des Menschen in seiner ganzen Episodenhaftigkeit betrachtet. Eine ebenso sinnliche wie philosophische – und überdies hochgradig intertextuelle – Reflexion über das Erwachen der Sinne und die Fähigkeit der Sprache, Struktur ins Strukturlose zu bringen.“

Sebastian Weirauch: Von den Elementen (poetenladen)

„Im Zeichen von Wasser, Feuer, Luft und Erde misst Sebastian Weirauch das Verhältnis eines lyrischen Ichs zu einem nahen Du aus. Das Archaische wird dabei mit naturwissenschaftlichen Fachvokabeln überschrieben, und es entsteht ein Netz von Metaphern, das zwischen Tiefsee und Äther alle romantischen Hitzen, die sich darin spiegeln, wohltuend abkühlt.“

Mit freundlicher Unterstützung durch die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und das Österreichische Kulturforum

Ort:
Haus für Poesie
Kulturbrauerei

Knaackstr. 97, 10435 Berlin


Eintritt:
6/4 €


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