Veranstaltung: Februar 2016

Mo
22.2.16
19.00 Uhr

Gerhard Falkner und die Künste

Event-Picture: Gerhard Falkner und die Künste Gerhald Falkner (c) gezett
Gerhald Falkner (c) gezett

Lesung & Gespräch

Mit Gerhard Falkner, Autor, Weigendorf und Berlin, Johannes Malfatti, Komponist und Musiker, Berlin, Sebastian Schwesinger, Soundkünstler, Berlin und Constantin Lieb, Autor und Filmemacher, Berlin
Moderation: Barbara Wahlster, Literaturjournalistin, Deutschlandradio Kultur, Berlin

Als er mit »so beginnen am körper die tage« 1981 bei Luchterhand debütierte, brach er sowohl mit der experimentellen poetischen Tradition als auch mit den Konventionen einer vordergründig politischen Dichtung und der Befindlichkeitslyrik. 1989 kündigte er im Band »wemut« (Luchterhand Verlag) an, keinen eigenständigen Gedichtband mehr zu publizieren. Er hat dankenswerter Weise diese Entscheidung mit »Endogene Gedichte« (DuMont Buchverlag 2000) revidiert. Heute schreibt der Ironiker unter den großen Sprachzweiflern »Elegien am Rande des Nervenzusammenbruchs«: »So klein inzwischen / wie der Abstand zwischen Nepal und Neapel. / 
Legasthenisch winzig. Wie / die Lücke zwischen dem Jetzt und der Bahnsteigkante. / Erklärte Nacht. Gewaltig endet so das / Auslaufmodell Mensch.«
Sein Werk ist vieldimensional und nicht auf Sprache begrenzt: Essays, immer wieder Künstlerbücher, Opern, Filmprojekte und Kunstprojekte standen und stehen auf der Agenda des Dichterkünstlers und Übersetzers.
Diese Veranstaltung stellt Gerhard Falkner, der auch immer wieder Bezugsgröße für junge Kollegen war und ist,  als mehr-medialen Künstler vor. Gemeinsam mit Kompagnons aus der Musik, aus dem Sound- und Filmbereich zeigt er Filme, Soundprojekte, improvisiert mit Johannes Malfatti und liest neue Gedichte. Barbara Wahlster spricht mit Gerhard Falkner über die Grenzen der Sprache und über die poetische Kraft der Künste.

Ort:
Literaturwerkstatt Berlin
Kulturbrauerei

Knaackstr. 97, 10435 Berlin


Eintritt:
6/4 Euro