Veranstaltung: Dezember 2015

Di
15.12.15
18.00 Uhr

Europa literarisch: Serbien

Event-Picture: Europa literarisch: Serbien Dragan Velikić (c) Nebojsa Babic
Dragan Velikić (c) Nebojsa Babic

Lesung & Gespräch

In Lesung und Gespräch Dragan Velikić, Autor, Belgrad
Moderation Christiane Lange, Literaturwerkstatt Berlin

»Europa literarisch« schließt den Reigen im Jahr 2015 mit einem der international bekanntesten Autoren Serbiens. Dragan Velikić stellt seinen Roman »Bonavia« (Hanser Berlin 2014, Übersetzung Brigitte Döbert) vor.
Belgrad um die Jahrtausendwende. Der Krieg in Jugoslawien liegt gerade so lange zurück, dass er noch auf alles seinen Schatten wirft. Bleibt man, oder ist es besser zu gehen? Marko, verhinderter Literat, besucht seinen Vater in Wien, der ihn vor Jahren in Serbien zurückgelassen hat. Seine Frau Marija, die Lebenskünstlerin, lässt sich treiben. Ihre Freundin Kristina unterhält sich mit ihrer verstorbenen Jugendliebe. Zufällig kommen die drei zum gleichen Zeitpunkt nach Wien, und diese Reise wird für alle zum Wendepunkt.
Dragan Velikić (*1953 Belgrad) erzählt von einer Generation, die den Zerfall ihres Landes miterlebt hat und sich neu orientieren muss – und von der unentrinnbaren Macht der Familie. »In seinem Roman ›Bonavia‹ schildert Dragan Velikić mit genauem Blick und sirrender Kühnheit die serbische Unfähigkeit zu trauern.« (Süddeutsche Zeitung)
Velikić war einer der wichtigsten kritischen Journalisten der Milošević-Zeit. Heute publiziert er unter anderem in Die Weltwoche, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Die Zeit. Von 2005 bis 2009 war er Botschafter Serbiens in Österreich. Seine Romane wurden in 15 Sprachen übersetzt.

Die Veranstaltung wird gedolmetscht.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, des Europäischen Parlaments und der Gemeinschaft der europäischen Kulturinstitute in Berlin (EUNIC Berlin) in Kooperation mit der Botschaft der Republik Serbien sowie der Literaturwerkstatt Berlin.

 



Ort:
Österreichisches Kulturforum

Stauffenbergstraße 1, 10785 Berlin


Eintritt:
Eintritt frei, kein Nacheinlass