Poesie und Propaganda

Paula Diehl

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Paula Diehl (geb. 1970 in Porto Alegre, Brasilien) ist Politik- und Kommunikationswissenschaftlerin und unterrichtet Theorie, Geschichte und Kultur des Politischen an der Universität Bielefeld. 2002 promovierte sie an der Humboldt-Universität zu Berlin mit der Dissertation „Macht – Mythos – Utopie. Die Körperbilder der SS-Männer (1933–1938)“. 2013 schrieb sie ihre Habilitation zum Thema „Der politische Repräsentant und der ‚leere Ort der Macht‘“. Diehl war unter anderem Gastprofessorin am Sciences Po in Paris, am Institute for Advanced Studies in Bologna sowie an der University of Pennsylvania in den USA und an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris.

Veröffentlichungen (Auswahl):
Das Symbolische, das Imaginäre und die Demokratie. Eine Theorie politischer Repräsentation. Nomos Verlag 2015
Populismus und Massenmedien. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Bundeszentrale für Politische Bildung, 5-6/2012 (16-22)
Inszenierungen der Politik. Der Körper als Medium (Hrsg. zusammen mit Gertrud Koch). Fink 2007
Macht – Mythos – Utopie. Die Körperbilder der SS-Männer (= Politische Ideen. Bd. 17). Akademie-Verlag 2005

Eva Geulen

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Eva Geulen (geb.1962 in Bergneustadt) ist Direktorin des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung und Professorin für europäische Kultur- und Wissensgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie studierte Germanistik und Philosophie in Freiburg und Baltimore (USA) und promovierte 1989. Ihren Lehrtätigkeiten an der Stanford University, der University of Rochester und an der New York University folgten Professuren für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bonn und an der Universität Frankfurt. Eva Geulen ist Mitherausgeberin der Zeitschrift für Deutsche Philologie.

Veröffentlichungen (Auswahl):
Aus dem Leben der Form. Goethes Morphologie und die Nager. August Verlag 2016
Giorgio Agamben zur Einführung. Junius 2005
Das Ende der Kunst. Lesarten eines Gerüchts nach Hegel. Suhrkamp 2002

Ursula Krechel

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Ursula Krechel (geb.1947 in Trier) promovierte 1971 an der Universität Köln mit einer Arbeit über den Theaterkritiker Herbert Ihering. Seit Mitte der siebziger Jahren veröffentlichte sie zahlreiche Gedichtbände, Romane, Theaterstücke, Hörspiele und Essays. Krechel war unter anderem Gastprofessorin an der Warwick University in Großbritannien, am Deutschen Literaturinstitut Leipzig sowie research fellow an der Washington University, St. Louis, USA. Krechel wurde für ihr Werk zuletzt mit dem Deutschen Buchpreis, dem Orphil-Preis für Lyrik sowie 2015 mit dem Gerty-Spies-Preis ausgezeichnet. Sie ist Mitglied der Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und Vizepräsidentin der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.

Veröffentlichungen (Auswahl):
Stark und leise. Pionierinnen. Essays. Jung und Jung 2015
Die da. Ausgewählte Gedichte. Jung und Jung 2013
Landgericht. Roman. Jung und Jung 2012
Jäh erhellte Dunkelheit. Gedichte. Jung und Jung 2010
Shanghai fern von wo. Roman. Jung und Jung 2008

Philippe-Joseph Salazar

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Philippe-Joseph Salazar (geb. 1955 in Casablanca, Marokko) studierte an der École Normale Supérieure in Paris Philosophie unter anderem bei Jacques Derrida, Roland Barthes und Emmanuel Levinas. Mit Arbeiten und Publikationen zum Thema politische Versöhnung wurde er international bekannt. Von 1998 bis 2004 war er Programmdirektor für Rhetorik und Demokratie am renommierten Collège International de Philosophie ‎in Paris. Seit 2004 ist er Professor für Rhetorik an der Universität Kapstadt. ‎Für „Die Sprache des Terrors“ erhielt er 2015 den renommierten Prix Bristol des Lumières.

Veröffentlichungen (Auswahl):
Blabla République: Au verbe, citoyens! Paris 2017
Sprache des Terrors (frz.: Paroles Armées). Übersetzt von Christiane Seiler. München 2016
Paroles Armées. Comprendre et Combattre la Propagande Terroriste. Paris 2015
Paroles de Leaders. Décrypter le discours des puissants. Paris 2011


Joseph Vogl

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Joseph Vogl (geb. 1957 in Eggenfelden) ist Professor für Neuere deutsche Literatur, Literatur- und Kulturwissenschaft/Medien an der Humboldt-Universität zu Berlin und Permanent Visiting Professor an der Princeton University in den USA. Schwerpunkt seiner Forschung sind die Poetologien des Wissens, das heißt die Verschränkung von Wissen und Literatur sowie die Geschichte von Gefahr und Gefährlichkeit in der Neuzeit. Vogl ist darüber hinaus Übersetzer von Schlüsselwerken der neueren französischen Philosophie von Autoren wie Gilles Deleuze und Jean-François Lyotard. Mit seinem Buch „Der Souveränitätseffekt“ stand Vogl auf der Shortlist in der Kategorie Sachbuch für den Preis der Leipziger Buchmesse 2015.

Veröffentlichungen (Auswahl):
Der Souveränitätseffekt. Diaphanes 2015
Das Gespenst des Kapitals. Diaphanes 2010
Über das Zaudern. Diaphanes 2007
Gesetz und Urteil. Beiträge zu einer Theorie des Politischen. VDG 2004