Gespräch des Monats  2017

08.05.2017

40 Jahr PARK

Das Haus für Poesie feiert das 40-jährige Bestehen von PARK – Zeitschrift für neue Literatur. Seit der Gründung im Jahre 1976 hat sich das ein Ein-Mann-Unternehmen zur Aufgabe gemacht, die Poesie der Gegenwart in großer Vielfalt zu präsentieren. „Klein, aber fein gleicht die Zeitschrift einer unbeirrten, fundierten Liebeserklärung an die Literatur mit Schwerpunkt Lyrik.“ (NZZ) Zu Ehren der Zeitschrift haben am 7.2.2017 vier PARK-Autoren der letzten Jahre im Haus für Poesie gelesen: Kenah Cusanit, Gerhard Falkner, Kerstin Preiwuß und Monika Rinck. Michael Speier und Michael Braun führten durch den Abend.

Michael Speier und MIchael Braun (c) gezett
Michael Speier und MIchael Braun (c) gezett
30.03.2017

Poesiedebatte zur Form

„Auf ,klassische‘ Techniken der Dichtkunst verzichten wollen, das ist, als wollte man einen Stuhl bauen ohne Physik“, so die Lyrikerin Ann Cotten (geb. 1982 in Ames, Iowa). Doch inwieweit ist es für einen heutigen Dichter legitim, sich beim traditionellen Formenkanon zu bedienen? Muss das moderne Gedicht seine Form nicht immer wieder selbst erfinden? Das Haus für Poesie hatte neben Cotten Tim Holland und Uwe Kolbe zur Poesiedebatte am 9.3.2017 eingeladen, moderiert von Joachim Scholl. Jetzt ist die Diskussion online.

Tim Holland (c) Fine Bieler
Tim Holland (c) Fine Bieler
28.02.2017

Gegenwartsproof: Renate Rasp

Sie war eine große Eigensinnige. Ihre Lyrik liegt in zwei Bänden vor: “Eine Rennstrecke” (Kiepenheuer & Witsch 1969) und “Junges  Deutschland” (Carl Hanser Verlag 1978). Es sind brillante und böse Gedichte über „lüsternen Körperekel“ (DIE ZEIT) und die RAF, jenseits von „vage politisierter Befindlichkeitsschilderung“ (FAZ). Heute ist Renate Rasp (geb. 1935 in Berlin) von vielen vergessen. Ihr Tod im Jahre 2015 löste kaum öffentliche Reaktionen aus. Konstantin Ames und Maren Kames haben am 3.2.2017 im Haus für Poesie Rasps Gedichte gelesen und mit Michael Lentz diskutiert.

Renate Rasp (c) Brigitte Friedrich
Renate Rasp (c) Brigitte Friedrich
02.02.2017

Lyrikline Live. Vier neue Stimmen am 24.11.2016

Die Online-Plattform lyrikline ist ein stetig wachsendes Weltarchiv der Dichtung in Wort, Ton und Bild. Bei der Auswahl der Dichterinnen und Dichter, die mit ihren Texten und Stimmen auf lyrikline veröffentlicht werden, hat das Haus für Poesie Unterstützung. Im Jahr 2016 hat der Lyriker Tristan Marquardt die Auswahl vorgenommen. Im November stellte er Michael Fehr, Martina Hefter, Margret Kreidl und Charlotte Warsen als die vier neuen deutschen Stimmen für lyrikline vor.

Charlotte Warsen (c) Valerie Schmidt
Charlotte Warsen (c) Valerie Schmidt